Es ist wunderbar zu sehen, dass es auf dieser Welt noch Dinge gibt, die sich nur langsam und sehr vorteilhaft verändern.
1984 war ich das letzte Mal mit meinen Eltern beim Camping. Wir fuhren fast 10 Jahre immer an denselben Ort: Jinolice. Ein kleines Dorf am Fusse der Prachover Felsen. Der Campingplatz lag an drei malerischen kleinen Seen.
Dieses Jahr fuhr ich wieder hin, nahm den wichtigsten Menschen in meinem Leben mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Zu meiner großen Überraschung sah alles fast noch so aus wie früher. Da gab´s noch das Restaurant Rumcajs an der Strasse nach Jicin, das Parkhotel galt noch immer als feine Adresse und am Zeltplatz waren ein paar Imbissbuden und Bungalows dazu gekommen. Aber sonst? Alles wie vor 25 Jahren. Alles? Ja. Selbst der Marktplatz in Jicin sieht aus früher. Einzig, dass nun statt Trabi, Lada und Moskvitch dort Ford, VW und Audi am Parkplatz stehen. Die Skoda gibt es ja immer noch. Ach ja. Und einen Parkscheinautomat hat sich die Stadt geleistet.
Das Allerschönste aber waren die Touren durch die Felsenstadt. Und die vielen Burgen und Schlösser, die aufs Liebevollste restauriert sind und Raum interessanter Führungen sind.
Natürlich kam auch die Romantik nicht zu kurz. Jeden Abend entfachten wir vor unserem Zelt ein kleines Lagerfeuer mit selbst gesammeltem Holz und grillten unsere Würschtl an Weidenrouten.